Die typischen Vitalzeichen sind dir wahrscheinlich ein Begriff, oder? Blutdruck, Puls, Blutzucker, Temperatur – alles Vitalzeichen, die dich über deinen gesundheitlichen Zustand informieren. Doch was ist eigentlich mit der Periode? Könnte es sein, dass die Periode ebenfalls einen riesigen Schatz an Informationen über den allgemeinen Gesundheitszustand einer Frau beherbergt? Während ein Ausbleiben der Periode definitiv kein gutes Zeichen ist und dich immer aufhorchen lassen sollte, gibt es noch andere, weniger offensichtliche Indikatoren, die dir nützliche Informationen über deine Gesundheit geben können. 

Das Aussehen und Konsistenz deines Menstruationsblutes und die Länge deiner Periode können auf Hormon-Ungleichgewichte hindeuten, die zu gesundheitlichen Problemen führen können. Doch keine Sorge! Es ist natürlich möglich, deine Hormone mithilfe von Ernährung, Bewegung und Entspannung wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

 

Was ist ideal?

 

Der “ideale” Zyklus hat eine Länge von ca. 25-31 Tagen und beginnt und endet mit einer preiselbeerfarbigen Blutung, die ungefähr die konsistenz von frisch angerührtem Wackelpudding hat (weder zu dünn- noch zu dickflüssig) und etwa 3-7 Tage andauert. 

Sollte dein Zyklus von dieser Idealvorstellung abweichen, heißt das natürlich nicht sofort, dass etwas nicht mit dir stimmt und du dir direkt Sorgen machen musst. Es gibt viele Faktoren, die zu einem abgewandelten Zyklus beitragen können. Unter anderem ist halt auch einfach jeder Frauenkörper anders. Und falls mal der ein oder andere Zyklus aus der Reihe tanzen sollte, dann bleibe aufmerksam, aber lass es nicht in einen fehlgeleiteten Selbstoptimierungswahn ausarten. Solltest du allerdings von Monat zu Monat feststellen, dass sich etwas geändert hat und deine Periode plötzlich ganz anders ist als sonst und sich einfach nicht mehr von alleine “normalisieren” mag, dann horch auf und versuche herauszufinden, was dir dein Körper damit sagen möchte. 

 

Bräunliche Schmierblutungen vor Beginn der Periode

 

Hat meine Periode bereits begonnen? Was genau ist dieses braune Zeug eigentlich? Sollte ich diesen Tag als Tag 1 zählen?

Das braune Zeug, das manche Frauen kurz vor ihrer Periode beobachten können, ist eine Schmierblutung aus oxidiertem Blut. Diese hat es bei der letzten Regelblutung nicht aus der Gebärmutter geschafft. Grund dafür kann eine Gelbkörperschwäche (Progesteronmangel) sein, die auch viele andere Zyklusbeschwerden auslösen kann: PCOs, unregelmäßige oder anovulatorische (ohne Eisprung) Zyklen, und einen unerfüllten Kinderwunsch. 

 

Was kann ich tun?

 

Ernährung: weniger Salz und mehr Kalium, Vitamin B6, und Vitamin A.

Pflanzen und andere Naturheilmittel: Mönchspfeffer, Yamswurzel, Frauenmantel, Blätter der Himbeere und Hagebutte. 

Bewegung und Entspannung: Wie bei jedem Hormonungleichgewicht gilt: weniger Leistungssport und mehr sanfte Bewegung und Entspannung, z.B. mit Hormonyoga.

 

Starke Blutungen mit Klümpchen

 

Wechselst du deine Binde, Tampon, Menstruationspanty jede Stunde? Hast du extra Bettlaken für deine Menstruation oder legst dir nachts ein Handtuch drunter? Kannst du große, dunkle Klümpchen in deinem Blut erkennen? 

Das hört sich ganz nach einer Östrogendominanz an. Östrogen sorgt dafür, dass sich deine Gebärmutterschleimhaut nach deiner Periode wieder neu aufbaut. Falls deine Leber jedoch mit dem Abbau von überschüssigem Östrogen, vor allem nach dem Eisprung, nicht hinterher kommt, dann kann eine Östrogendominanz entstehen, die dir deinen Zyklus zerschießt. Zusätzlich zu starken Blutung und Klümpchen im Blut könntest du eventuell ach an Endometriose, Myomen, Eierstockzysten oder Polypen leiden. 

 

Was kann ich tun?

 

Ernährung: Unterstütze deine Leber mit ganz viel Wasser, und Bitterstoffen (z.B. in Rucola und Mangold zu finden) beim Abbau von Östrogen. Sorge zusätzlich dafür, dass du genug Eisen zu dir nimmst, um den Blut- und Eisenverlust auszugleichen. Vitamin A und E sind ebenfalls zu empfehlen. 

Pflanzen und andere Naturheilmittel: Frauenwurzel, Schachtelhalm und Zimt und Zitrone als ätherische Öle. 

Bewegung und Entspannung: Hormonyoga und eine Unterleibsmassage durch eine erfahrene Therapeutin.

 

Sehr kurze Perioden und sehr schwache Blutungen

 

Kommt sie, oder kommt sie nicht? War das etwa schon alles?

Eine kurze Periode (kürzer als 3 Tage) und eine sehr schwache Blutung sind vermutlich Zeichen für einen Östrogenmangel. Der Grund dafür können Vitalstoffmängel, extreme Diäten, zu viel Sport und Stress sein, der die Produktion von Östrogen in den Nebennieren hemmt. 

 

Was kann ich tun?

 

Ernährung: Hormone setzen sich aus Aminosäuren zusammen, also nimm mehr Eiweiß zu dir. Wusstest du, dass Östrogen in geringen Mengen auch in Bauchfett produziert wird? Also gönn dir ruhig – am besten Omega 3 Fette. 

Bewegung und Entspannung: Je weniger Stress desto besser. Gönn dir Bewegung, doch übertreib es nicht (allein schon wegen des Bauchfetts). Vor allem bei einem Östrogenmangel ist Hormonyoga perfekt. 

 

Super kurze Zyklen (14-18 Tage)

 

Hatte ich meine Periode nicht erst letzte Woche? Fühlt es sich an, als würdest du nur noch bluten?

Sehr kurze Zyklen können trotz normaler Blutwerte ein Zeichen für eine Schilddrüsenunterfunktion sein. Aber auch Progesteron- oder Östrogenmangel können Grund für verkürzte Zyklen sein. 

 

Was kann ich tun?

 

Ernährung: Jodsalz, Algen bei einer Schilddrüsenunterfunktion. Bei Progesteron- oder Östrogenmangel siehe oben. 

Pflanzen und andere Naturheilmittel: Salbei, Schwarze Johannisbeere, Himbeere und Heckenrose.

Bewegung und Entspannung: Hormonyoga all the way! Als ganzheitliche Praxis, die die wichtigsten Hormondrüsen anspricht, gibt es wahrscheinlich keine bessere Yogapraxis bei hormonellen Ungleichgewichten. 

 

Falls du aufgrund einer der oben genannten Symptome ein Hormonungleichgewicht vermutest, sprich am besten zuallererst mit deiner Frauenärztin und lass deine Vitalstoffe und deinen Hormonstatus überprüfen. Sollte tatsächlich ein Mangel oder Überschuss festgestellt werden, kannst du ihn daraufhin gezielt und guten Gewissens in Absprache mit deiner Ärztin oder Heilpraktikerin behandeln. Lass dich jedoch nicht dazu überreden, direkt die Pille oder andere hormonelle Verhütungsmittel zu nehmen. Künstliche Hormone können zwar die Symptome lindern, aber nicht die Ursachen deiner Symptome behandeln. Die meisten Probleme lassen sich durch gezielte Änderungen in der Ernährung und im Lebensstil effektiv, langfristig und vor allem ohne künstliche Hormone lösen.

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